Was tun Sie dafür, dass Geflüchtete nicht mehr aus der Ausbildung heraus abgeschoben werden können?

Geflüchtete, die in Deutschland eine Ausbildung beginnen, sollen für bis zu fünf Jahre bleiben dürfen: Drei Jahre, um die Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen, zwei weitere Jahre im Falle einer Übernahme durch den ausbildenden oder einen anderen Betrieb. Die entsprechende Regelung ist im Aufenthaltsgesetz allerdings unklar formuliert und bietet Interpretationsspielraum, sodass Flüchtlinge auch während der Ausbildung weiterhin abgeschoben werden können und zum Teil auch abgeschoben werden. Das schürt Unsicherheit – bei den ausbildenden Unternehmen und auch bei den Flüchtlingen. Ein Gesetzesentwurf der GRÜNEN-Fraktion im Bundestag sollte Klarheit schaffen und das Aufenthaltsgesetz so verändern, dass diese Unsicherheiten ausgeräumt werden – so könnte das Integrationsgesetz seinen ursprünglichen Zweck erfüllen. Der Gesetzesentwurf wurde abgelehnt.

Wir brauchen Planungssicherheit am Arbeitsmarkt!

In Deutschland herrscht in vielen Bereichen Fachkräftemangel – vor allem in handwerklichen Berufen können offene Stellen häufig nicht besetzt werden. Viele Flüchtlinge wiederum suchen Arbeit, für sie sind Ausbildungsstellen echte Chancen, neue Perspektiven für ihr Leben zu schaffen. Eigentlich eine klassische Win-Win-Situation: Dem Fachkräftemangel kann entgegengewirkt und den geflüchteten Menschen Zugang zu Bildung und Arbeit ermöglicht werden. 

Weiterlesen...

Hier finden Sie die Antworten von Politiker/-innen und Entscheidungsträger/-innen

Es haben geantwortet: Cemile Giousouf, Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag; Ulla Jelpke, integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE; Burkhard Lischka, innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion; Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und Katja Mast, Sprecherin für Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion.